Katzen sind geborene Jäger, und wir müssen diesen Instinkt jeden Tag stimulieren

Katzen haben einen angeborenen Jagdinstinkt und wollen sich bewegende und stark riechende Beute jagen, egal ob sie hungrig sind oder nicht.

Es ist wichtig, diesen Jagdinstinkt jeden Tag zu stimulieren, indem die Katze ermutigt wird, mit einer Beute zu spielen, die sich von selbst bewegt, riecht oder Geräusche macht, ohne dass die Katze dafür etwas tun muss.

Auf diese Weise stimuliert zu werden, stellt eine mentale und körperliche Bereicherung dar, die für das Wohlbefinden der Katze und zur Vorbeugung von unerwünschtem Verhalten wie Jagdaggression und Unsauberkeit unerlässlich ist.

TIPP 1 - Jeden Tag 3 x ein paar Minuten

Spiele mehrmals täglich ein paar Minuten mit deiner Katze. Sorge dafür, dass sie alleine spielen kann, trenne deine Katzen also notfalls kurz voneinander.

Wenn du mit zwei Katzen mit einem Spielzeug spielst, wird immer eine Katze jagen, während die andere auf ihre Runde wartet, und das willst du nicht.

Wenn es dir schwerfällt, daran zu denken, lege ein paar Erinnerungen in deinem Kalender fest oder verknüpfe das Spielen mit 'Ankermomenten', wie zum Beispiel: wenn du aufstehst, bevor du zur Arbeit gehst, wenn du nach Hause kommst, wenn du deine Schuhe an- oder ausziehst, nachdem du vom Tisch aufstehst usw.

TIPP 2 - Bewegung, Geruch & Geräusch

Eine Beute muss entweder vor der Katze weglaufen, wie eine Beute klingen oder wie eine Beute riechen, um für die Katze interessant zu sein. Die Farbe der Beute macht keinen Unterschied, auch wenn du all diese verschiedenen Farben im Tierladen siehst.

Verwende also lange Angeln mit kleinen Beutetieren daran, denen deine Katze nachjagen kann, und lass sie diese nicht fangen. Selbst wenn du das versuchst, wird deine Katze dir wahrscheinlich trotzdem einen Schritt voraus sein und ihre Beute doch schnappen.

Stelle Tretkissen mit getrockneter Baldrianwurzel, Matatabi und eventuell auch Katzenminze bereit, wobei du bei letzterer vorsichtig sein solltest, da sie anregend wirkt, und wir oft möchten, dass sich unsere Katzen beruhigen und ruhiger werden.

TIPP 3 - Wechsle ab

Es ist sehr wichtig, die Bereicherung abzuwechseln. Katzen kennen nämlich die 'Beutegewöhnung', was bedeutet, dass sie nicht mit Beute spielen wollen, die sie bereits getötet haben oder die tot am Boden liegt.

Räume deshalb jeden Tag alle Spielzeuge, die auf dem Boden liegen, weg und ersetze sie durch andere Spielzeuge. Bewahre ein paar gut verschlossene Behälter im Schrank auf, jeweils mit einem anderen Duft, und fülle den Behälter mit allen Mäusen, Bällen und Spielzeugen, die du im Haus hast. So können sich die Düfte gut festsetzen, für das nächste Mal, wenn sie im Haus herumfliegen.

TIPP 4 - Spielen mit der Umgebung

Katzen kennen noch eine weitere wichtige Spielform, die du vielleicht noch nicht kennst: das lokomotorische Spiel, das bedeutet: Spielen mit der Umgebung. Klettern, springen, laufen, sprinten, Höhen aufsuchen, liegend und stehend kratzen, beißen usw. Manchmal bekommen Katzen die 'Zoomies', oder werden 'verrückt' und rennen sehr schnell über die Sofas.

Dies ist eine Form des lokomotorischen Spiels, die für Katzen ein sehr wichtiges Ventil darstellt. Beobachte dieses Verhalten und werde kreativ mit Ideen, wie du dies deinen Katzen erleichtern kannst, damit sie sicher und angemessen mit ihrer Umgebung spielen können.

TIPP 5 - Soziales Spiel

Das Spielen mit einer anderen Katze kann manchmal ziemlich heftig werden. Viele Besitzer fragen sich schnell, ob sie eingreifen sollten, aber das ist oft nicht nötig. Wenn du zweifelst, ist es so gut wie immer Spiel, denn wenn es ein Kampf wäre, würdest du nicht zweifeln. Dann wird geknurrt, gefaucht, geschrien, und die Haare fliegen umher.